10 Jahre Festzuschuss: Zahnersatz wird immer teurer

Wer sich nicht beim Zahntechniker zum Thema Zahnersatz eine zweite Meinung einholt, ist selber Schuld

Ihr gutes Recht – mit einer Zweitmeinung vom Zahntechniker sparen Sie bares Geld

Ganz viele Patienten wissen gar nicht um ihr gutes Recht, dass sie sozusagen “mit dem Zahntechniker an der Hand” zum Zahnarzt gehen können, um ihren Wunsch-Zahnersatz zu bekommen. Das brachte Zahntechniker Rainer Ehrich aus Celle auf die Idee, eine Plattform im Internet für genau diesen Zweck zu etablieren: Die Menschen machen sich vor oder nach dem Zahnarztbesuch in einem Dentallabor in ihrer Nähe schlau – welche Versorgung will ich und was kostet das? Und dann geht es mit dieser Zweitmeinung zum Zahnarzt. Denn wenn es um Zahnersatz geht, werden oft Online-Portale zu Rate gezogen, die zum einen Vergleichsmöglichkeiten bezüglich der Preise bieten.

Zum anderen kann man darüber aber auch eine zweite Meinung einholen, um die Patienten bei der Wahl des richtigen und bezahlbaren Zahnersatzes zu unterstützen. Rainer Ehrich und seine Plattform “PADENTO” sind nun gut 3 Jahre aktiv und haben bisher über 20.000 Menschen vermittelt, die den beschriebenen Weg gegangen sind. “Nur wer richtig informiert ist, kann die richtigen Entscheidungen treffen,” sagt Rainer Ehrich. “Die Vielzahl der Möglichkeiten von Zahnersatz hat in den vergangenen 10 Jahren enorm zugenommen, so dass selbst die Zahnärzte nicht alles erklären können. Denn ein Zahnarzt stellt den Zahnersatz schließlich nicht her, sondern der Zahntechniker.”

Warum wird Zahnersatz so emotional diskutiert?

Erst kürzlich nahmen sich sowohl ARD als auch ZDF der Thematik an. Die Deckelung der Kosten für Prothesen und Co. seitens der Krankenkassen bringt Patienten mehr Wahlfreiheit, jedoch entstehen für sie meist auch höhere Kosten. Deshalb können sich viele Menschen ihre Dritten gar nicht leisten. Seit 2005 gibt es beim Zahnersatz nur noch den Festzuschuss, was für die Patienten sehr viel verändert hat. Vor der Einführung des befundorientierten Festzuschusses gab es eine prozentuale Kosten-Beteiligung der Krankenkassen an dem jeweiligen Zahnersatz. Befundorientiert heißt zum Beispiel: 3 Zähne fehlen. Wenn also ein bestimmter Zahnersatz, beispielsweise eine Teleskop-Prothese, 8.000 Euro kostete, hat sich die Kasse mit bis zu 60% beteiligt. So bekam der Patient bis zu ca. 4.800 Euro als Zuschuss von der Krankenkasse. Beim Festzuschuss gibt es – wie der Name schon sagt – nur einen festgelegten Zuschuss für eine bestimmte Zahnsituation im Mund – unabhängig davon, für welchen Zahnersatz man sich entscheidet. Und so ein Ersatz kann sehr günstig, aber nicht besonders ansehnlich sein oder hochwertig, dafür aber auch optisch und zahngesundheitlich viel ansprechender.

Durch den höheren Eigenanteil für Patienten, macht es noch mehr Sinn, sich eine Zahnzusatzversicherung zu leisten. Das spart am Ende des Tages richtig viel Geld. Da ich persönlich keine Versicherung hier promoten möchte, gibt es eine unabhängige Plattform, wo Sie sich genau Ihre ZZV aussuchen können, die zu Ihnen passt: Klicken Sie dazu HIER.

Wieviel kann ein Zahnarzt bei einem Kassenpatienten Privat mehr abrechnen?

Heute würde ein Patient im Vergleich bei einer ähnlichen Arbeit wie der oben genannten Teleskop-Prothese also deutlich weniger bekommen. Vor oder nach einem Zahnarztbesuch suchen deshalb viele Menschen im Internet nach günstigen Lösungen. Auf Online-Portalen werden die unterschiedlichsten Arbeiten im Bereich Zahnersatz angeboten und preislich verglichen. Wichtig: Für ein strahlendes Lächeln sollten aber nicht nur die Kosten, sondern vor allem die Qualität die entscheidende Rolle spielen. Und die kostet in der Regel.
Hinzu kommt, dass Zahnärzte auch mehr privat abrechnen können, weil nun viele Fälle von Zahnersatz zum privaten Abrechnungsmodus gehören und höhere Kosten beim Zahnarzt und beim Dentallabor anfallen. Unter anderem dürfen Zahnärzte im privaten Bereich den 1,7- fachen bis zum 6-fachen Satz nehmen. So ist ein Begriff in der Gesellschaft entstanden, den es vor 10 Jahren noch gar nicht gab: Billigzahnersatz. Viele Menschen reisen ins Ausland, z.B. nach Ungarn, um sich dort ihre Dritten anfertigen zu lassen. Ein großer Anteil dieser Prothesen wird durch Handelsgesellschaften in China produziert, wo es den Beruf des Zahntechnikers gar nicht gibt.

Warum sich immer mehr Menschen in einem Dentallabor in formieren?

Wer sich heute nicht beim Zahntechniker, den Hersteller von Zahnersatz, über die vielen Möglichkeiten informiert, ist selber Schuld. Denn er bekommt nur die halbe Wahrheit und läuft Gefahr, sich nicht voll umfassend informiert zu haben. Sie bekommen damit nur die halbe Wahrheit, weil ein Zahnarzt sich gar nicht mit allen zahntechnischen Materialien auskennen kann. Schließlich ist er der Mediziner und hat gar nicht alle Modelle und Möglichkeiten zum Zeigen, wie es ein Dentallabor hat. Außerdem können Sie durch einen zweite Meinung bares Geld sparen.

Fotolia #75465884 | Urheber: zakokor

 

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Autor Rainer Ehrich

Rainer Ehrich, Erfinder der TEK-1 Prothese und ehemaliger Dentallaborbesitzer, will mit Padento Menschen helfen, fair und transparent zum Thema Zahnersatz beraten zu werden.