Kann eine fehlende Mundhygiene den Körper krank machen?

 

Eine unzureichende Mundhygiene kann den Körper krank machen

Anders als früher, als noch kein direkter Zusammenhang zwischen einer gesunden Mundflora und einem gesunden Körper bekannt war, weiß man heute, dass hier sehr wohl eine enge Verbindung besteht. Seinerzeit wurde das Thema Mundhygiene von vielen eher auf die leichte Schulter genommen. Dabei ist gerade eine gesunde Mundflora die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Fakt ist, dass Zahn- und Zahnfleischentzündungen aufgrund mangelnder Mundhygiene Einfluss auf den gesamten Organismus haben. Mehr noch: Stoffwechselprozesse und die Funktionalität des gesamten Gefäßsystems können in der Konsequenz nachhaltigen Schaden nehmen. Die Basis allen Übels sind in erster Linie Bakterien und Mikroorganismen, die sich auf den Schleimhäuten ansiedeln.

Werden die Keime durch eine adäquate Mundhygiene nicht entfernt, vermehren sie sich innerhalb kürzester Zeit. Diese riesige Menge an Bakterien und Krankmachern kann selbst einen gesunden Menschen schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Entzündungen, die in der Mundhöhle oder im Zahnfleisch aufgrund mangelnder Mundhygiene entstehen, sind eine willkommene Brutstätte für Bakterien. Durch Kauen und Schlucken gelangen sie immer wieder in die Blutbahn und können sich dort sukzessive ausbreiten.

Die Mundflora nachhaltig verbessern – so geht’s:

Die Vorteile einer gesunden Mundhygiene liegen klar auf der Hand. Dabei kommt es, wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, vor allem auf ein „gesundes“ Zusammenspiel von Zahnbürste und Mundspülung an. In der Tat verhält es sich so, dass die „gute, alte“ Zahnbürste in Sachen Mund- und Zahnreinigung elementare Vorarbeit leistet, welche durch die Verwendung einer modernen Mundspüllösung komplettiert wird.

Die Vorteile einer rundum gut durchdachten Mundhygiene

Die reinigende Kraft von Zahnpasta und Zahnbürste beseitigt Bakterien, Beläge und Co. Damit reduziert sich zugleich das Risiko, dass sich krank machende Bakterien und Keime im Mundraum ausbreiten können. Wer im Anschluss an dieses tägliche Treatment Mundwasser oder eine Mundspüllösung benutzt, profitiert zusätzlich von einem lang anhaltenden frischen Atem, einem durchbluteten Zahnfleisch und weißeren Zähnen, die sich glatt und sauber anfühlen.

Gute Zahn- und Mundpflege hilft, Krankheiten zu verhindern

Egal, welche Nahrungsmittel wir zu uns nehmen: Sie alle hinterlassen ihre Rückstände auf Zähnen und Zahnfleisch. Sei es aufgrund ihrer zuckerhaltigen Bestandteile oder in Form von Belägen, in denen sich über kurz oder lang Bakterien und Keime ansiedeln. Bereits von Karies befallene Zähne, aber auch wurzelbehandelte Zähne sowie entzündete Bereiche im Mundraum bieten Keimen und Bakterien eine ideale Grundlage, um sich anzusiedeln und auszubreiten. Darüber hinaus gelangen sie durch die offenen Bereiche direkt in die Blutbahn.

Nicht nur im Mund, sondern in der Folge auch im gesamten Körper können Entzündungsherde entstehen und die Organe erheblich belasten. Die Funktionalität des Immunsystems wird beeinträchtigt, sodass selbst geringfügige Krankheiten wie beispielsweise Erkältungen und dergleichen zu einem echten Gesundheitsproblem werden können. Aus diesen Gründen lohnt es sich unbedingt, den Fokus Tag für Tag auf eine gute Zahn- und Mundpflege zu legen. Sicherlich ersetzt die tägliche Pflege der Zähne und des Zahnfleisches nicht den Besuch beim Zahnarzt. Aber das Ganze trägt sehr wohl dazu bei, die Entstehung von Karies und Parodonthose einzudämmen.

Tipps zur Verbesserung der Mundflora:

  1. Drei Mal täglich für jeweils mindestens zwei Minuten die Zähne putzen
  2. Danach kommt die Mundspüllösung zum Einsatz: Insgesamt macht dieses Reinigungsprozedere einen Zeitaufwand von nicht einmal sieben bis acht Minuten täglich aus. Aber man kann noch mehr tun, um die Mundflora zu verbessern.
  3. So kommt es unter anderem auch darauf an, die richtige Zahnbürste zu verwenden. Moderne elektrische Zahnbürsten weisen beispielsweise einen weitaus höheren Reinigungseffekt auf, als die klassische Zahnbürste. Es gibt sogar Modelle, mit denen das Zahnfleisch sanft massiert und damit die Durchblutung angeregt werden kann. Das dient der Stärkung des Zahnfleisches, was sich langfristig durch eine verbesserte Festigkeit und Widerstandsfähigkeit zeigt.
  4. Zahnpflegekaugummis sowie die neuen, derzeit sehr angesagten Lutschpastillen mit Anti-Karies-Effekt können den Tag zwischen den Mahlzeiten buchstäblich versüßen und helfen gleichzeitig, die Zähne gesund zu erhalten.

Das „können“ Mundspülungen 

Mit Blick auf die modernen Mundspüllösungen ist erwähnenswert, dass diese hinsichtlich ihrer Wirksamkeit grundsätzlich in zwei Kategorien gegliedert werden können. Einerseits sind da die klassischen Spülungen, die reich an Menthol und Minze sind. Sie sorgen für ein erfrischendes Mundgefühl und für einen wohl duftenden Atem, der durchaus eine Weile anhält. Auf der anderen Seite werden Karies reduzierende Mundwässer offeriert, die unter anderem Wirkstoffe wie Zinkfluoride, Aminfluorid und ähnliche beinhalten. Damit gelingt es bei regelmäßiger Anwendung, Beläge zu lösen und Zähne und Zahnfleisch mit einer schützenden, dünnen Schicht zu versehen.

Dies nämlich ist der Schlüssel für den Karies reduzierenden Effekt dieser Produkte. Sicherlich wären zu guter Letzt auch die medizinischen Mundspüllösungen erwähnenswert. Diese jedoch werden meist vom Zahnarzt verordnet und sollten aufgrund spezifisch wirkender Inhaltsstoffe möglichst nicht über einen längeren Zeitraum hinweg verwendet werden. Anderenfalls könnte sich dies nachteilig auf die Beschaffenheit von Zähnen und Zahnfleisch auswirken.

Die Auswahl der richtigen Mundspülung 

Achten Sie beim Kauf einer Mundspülung vor allem darauf, dass sie nicht nur einen frischen Atem garantiert. Die Wirkung derartiger Produkte hält meist nur kurzzeitig vor. Sinnvoll sind antibakterielle Mundspüllösungen, weil sie zumindest einen Teil der im Mund befindlichen schädlichen Bakterien eliminieren können. Klassische Mundspülungen, die lediglich Menthol und Minze enthalten, können dies nicht leisten. Besonders empfehlenswert ist die Mundspülung von Meridol. Netzsieger.de hat dieses Produkt zum Testsieger erklärt, weil damit der Entstehung von Plaque und Karies effizient vorgebeugt werden kann. Außerdem kann damit eine gesunde Mundflora gewährleistet werden, und auch bei Zahnfleischentzündungen ist Meridol geradezu ideal.

Bemerkenswerter Langzeiteffekt von Mundspülungen

Die Entstehung und Anlagerung von Keimen und Bakterien wird durch die regelmäßige Verwendung antibakteriell wirkender Mundspüllösungen reduziert. Das Karies- und Parodontose-Risiko verringert sich, und auch Entzündungsprozesse gehören der Vergangenheit an. Dies wirkt sich insgesamt auch auf die körperliche Gesundheit aus.
Mundspüllösungen mit einem besonders hohen Alkoholanteil können langfristig den empfindlichen Zahnschmelz angreifen. Darüber hinaus ist es denkbar, dass auch die positiven Bakterien im Mundraum durch zu aggressive Mundspülungen beseitigt werden. Deshalb lohnt es sich, auf mildere, hochwertigere Produkte zurückzugreifen, um dies zu verhindern.

So sinnvoll und unverzichtbar Mundspülungen als Ergänzung zu Zahnbürste und Zahnpasta für eine gesunde Mundflora sind, so wichtig ist es doch, Folgendes zu beachten: Der halbjährliche Besuch beim Zahnarzt kann selbst durch die beste und umfassendste Mundpflege nicht ersetzt werden!

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Autor Rainer Ehrich

Rainer Ehrich, Erfinder der TEK-1 Prothese und ehemaliger Dentallaborbesitzer, will mit Padento Menschen helfen, fair und transparent zum Thema Zahnersatz beraten zu werden.