Zähne weißer machen: Was Bleaching und Co bringen

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Zähne weißer machen – Was Sie dabei beachten müssen

Wer sich strahlend weiße Zähne wünscht, merkt schnell, dass Zähneputzen allein nicht ausreicht. Glücklicherweise gibt es heute viele Methoden, um ein Lächeln à la Hollywood zu bekommen. Lesen Sie selbst, welche das sind.

Auch wenn man jeden Tag seine Zähne putzt, haben die wenigsten von uns weiße Zähne. Da helfen oft auch keine Zahncremes, die das Gebiss weißer machen sollen. Doch was ist, wenn Sie sich sehnlichst weiße Zähne wünschen? Die Zahnmedizin bietet heutzutage viele Möglichkeiten, um das Gebiss in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Neben klassischen Bleaching-Gels zählen Veneers, sogenannte Verblendschalen aus Kunststoff, zu den beliebtesten Varianten, um die Zähne weißer zu machen.

Zähne aufhellen: Welche Methoden gibt es?

Weiße Zähne sind das Schönheitsideal schlechthin. Kaffee, Tee, Rotwein, Zigaretten: Lebens- und Genussmittel hinterlassen ihre Spuren. Oft werden sie durch Zahnstein begünstigt, der vor allem zwischen den Zähnen sitzt. Die Ablagerungen sind äußerst hartnäckig und mit einer handelsüblichen Zahnbürste nur schwer zu entfernen. Stundenlanges Schrubben hilft da nicht – hier müssen andere Mittel und Methoden her, um die Zähne weißer zu machen.

1. Zahncremes für weiße Zähne

Zahncremes für weiße Zähne sind meistens die erste Wahl, um das Gebiss etwas aufzuhellen. Sie sind relativ preiswert, einfach zu handhaben und überall erhältlich. Die Werbung verspricht strahlend weiße Zähne, jedoch sieht das Ergebnis vielfach ernüchternd aus.

Tatsache ist: Zahncremes können oft nicht das halten, was sie versprechen. Sie sind zwar durchaus zum Entfernen von oberflächlichen Verfärbungen geeignet, jedoch kommen sie an ihre Grenzen, wenn es um ein filmreifes Gebiss geht.

Zahnverfärbungen sind aber auch auf einen natürlichen Alterungsprozess zurückzuführen, wenn der Zahnschmelz immer dünner wird und die darunterliegende Schicht (Dentin) zum Vorschein kommt und die Zähne fortan gelb oder grau schimmern.

Die in den Zahncremes enthaltenen hauchfeinen Putzkörperchen können den Zähnen bei häufigem Gebrauch sogar schaden, weil sie Ihren Zahnschmelz Stück für Stück abtragen.

2. Bleaching

Wenn Sie Ihre Zähne aufhellen wollen, kommen Sie um professionelle Methoden nicht herum. Bleaching-Gels sind eine Möglichkeit, um die Zähne mindestens eine Nuance weißer zu bekommen. Dass Sie das Gel samt Schiene auch in Ihrem heimischen Drogeriemarkt kaufen können, klingt auf Anhieb vielversprechend, jedoch sind solche Do-it-yourself-Methoden nur bedingt zur Zahnaufhellung geeignet. Die Resultate fallen meistens ernüchternd aus, weil die Schienen nicht passgenau sind und das Bleaching-Gel an den Seiten herausquellen und Zahnfleischentzündungen verursachen kann.

Besser ist ein Office-Bleaching – eine Aufhellung beim Zahnarzt – das mit einer passgenauen Schiene durchgeführt wird. Das Zahnfleisch wird vor der Behandlung abgedeckt, um Schleimhautreizungen zu vermeiden. Je nach Ausgangsfarbe können allerdings mehrere Sitzungen notwendig sein, um die gewünschte Zahnfarbe zu erreichen.

Beim sogenannten Home-Bleaching können Sie das Gel und die passgenaue Schiene, die von Ihrem Zahnarzt angefertigt wird, mit nach Hause nehmen und die Behandlung in den eigenen vier Wänden durchführen. Mit der sogenannten Walking-Bleach-Technik lassen sich hingegen Zähne aufhellen, bei denen eine Wurzelbehandlung durchgeführt wurde. Nur wird das Bleaching-Gel hier direkt in den Zahnkanal eingebracht.

3. Veneers

Wer von Natur aus keine weißen Zähne hat, lässt sich eben welche machen. Mit Veneers – sogenannten Verblendschalen aus Kunststoff oder Keramik. Mit diesen Schalen können Sie sich schnell ein perfektes Lächeln zaubern und Unebenheiten, kleine Lücken, Verfärbungen und Zahnfehlstellungen korrigieren lassen. Vorausgesetzt, die Zähne sind frei von Karies und haben keine allzu großen Füllungen.

Die Verblendschalen sind 0,5 bis 1,0 Millimeter dick. Sie werden nach einer Vorbehandlung und einem geringfügigen Abschleifen der Zähne mit einem speziellen Kleber auf die Zahnoberflächen gebracht.

Wesentlich dünner sind sogenannte Non-Prep-Veneers, auch als Lumineers bekannt. Mit einer Dicke von zirka 0,2 Millimetern sind Non-Prep-Veneers mit einer Kontaktlinse vergleichbar, weshalb sie ohne vorherige Präparation auf die Zähne geklebt werden. Wer etwas Geld einsparen möchte, kann sich auch für „Veneers-to-Go“ entscheiden, die Stück für Stück auf den Zahn modelliert werden.

4. Zahnersatz

Die Möglichkeiten der Zahnaufhellung mit Verblendschalen oder einem Bleaching-Gel sind begrenzt. Vor allem, wenn es sich um große Zahnfüllungen, tote (devitale) oder kariöse Zähne handelt. Hier sind Zahnkronen, Brücken oder Implantate oftmals die bessere Wahl, um die Zähne mit einem geeigneten Zahnersatz zu ersetzen.

Kronen eignen sich beispielsweise immer dann, wenn die Zähne größere Beschädigungen aufweisen, die mit einer Füllung nicht mehr repariert werden können. Bei einer Lücke lohnt es sich zum Beispiel, die Zähne mit einer Brücke zu versehen, um Freiräume zu verschließen und die Ästhetik und Funktion des Gebisses wiederherzustellen.

Noch besser, aber weitaus teurer, sind Implantate, die direkt im Kieferknochen verankert und mit einer Zahnkrone versehen werden. Implantate haben den großen Vorteil, dass sie von echten Zähne kaum zu unterscheiden sind und eine lange Lebensdauer besitzen.

Fazit

Dank der modernen Zahnmedizin kann sich heute jeder seinen Traum von strahlend weißen Zähnen erfüllen. Entweder mit einem professionellen Bleaching, einer hauchdünnen Verblendschale aus Keramik oder Kunststoff oder mit eine Krone, Brücke oder einem Implantat, um das Gebiss perfekt zu machen.

Autor Rainer Ehrich

Rainer Ehrich, Erfinder der TEK-1 Prothese und ehemaliger Dentallaborbesitzer, will mit Padento Menschen helfen, fair und transparent zum Thema Zahnersatz beraten zu werden.